Ausgabe 134
vom 29.04.2007
Herausgeber: www.virtual-galopp.de
Redaktion: Sagittaria, Stella, Conny,
Elissa, Hopi
Auflage: 14093

Editorial

Editorial
© Stella
Sonntagsbrötchen
duftende Sonntagsbrötchen beim Aufschneiden, der Geruch von frischem bohnenschwarzem Kafee, eine kalte Dusche, barfuß über eine alte Holztreppe laufen, im Morgenmantel eingekuschelt, ein freundliches Winken der Nachbarin, die Katze, die ein verschlafenes "miau" von sich gibt, das tapsige Laufen des Hundes,das helle rosaorange, das den Himmel bedeckt, wenn die Sonne aufgeht.
Die Sonnenstrahlen, die die vertropften Fensterscheiben entlarven, das gewohnte Brummen des Computers, das endlosdudeln des Radios, morgendliches Schweigen, das einsame Klicken der Maus, die besorgten Falten, wenn man auf die Rennergebnisse schaut, das systematische Klicken auf Trainingsplan und anderen lebenswichtigen Funktionen.
Radio Nachrichten 12.30 Uhr, das Telefonklingeln, das Geräuch von Regentropfen auf dem Dachfenster,...

So oder so ähnlich kann der Vormittag eines VGlers sich anhören und anfühlen.
Und damit der Sonntag weiterhin so entspannt bleibt und ihr mit reichlich Lesestoff versorgt seit, gibt es auch diesen Sonntag - für VG FE und SE- eine neue VG News Ausgabe. Wir schreiben die Ausgabe 127. Nein, Geschrieben ist die Ausgabe 127.

Diese Wochen haben uns vorallem die vielen Gastautorenbeiträge erfruet. Ich bin überzeugt, dass für jeden Lesertyp etwas dabei ist.
Ganz besonders freue ich mich diesmal über eine gefüllte Seite 3. Die Longwriter-Seite.
Vielleicht hat der ein oder andere diese langen Texte gerne einmal übersprungen, seit wenigen Ausgaben gibt es aber jetzt eine eigene Rubrik dafür.
Viele wunderschöne Texte aus allen Bereichen warten darauf während der nächsten Woche von euch verschlungen zu werden. Sie sollen euch unterhalten, erheitern, informieren aber auch zum Nachdenken anregen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen

Stella
Vorschau
© Stella
macht Lust auf mehr...
Zitate aus den Artikel
Ein Schmerz durchzuckt mich, bevor ich zu Boden gehe und nur noch grelle Blitze vor mitternächtlicher Dunkelheit erkennen kann. (Seite 3)

Dadurch kommt wieder mehr Spannung ins Spiel und auch mehr Spass bei der Zucht.(Seite 2)


"Bin ich nun antiquiert, wenn mein englisches Reithalfter sich nicht durch eine schwedische Rollschnalle verschließen lässt?" (Seite 3)

Julianes Hände zitterten leicht, sie steckte sich eine Zigarette an, obwohl im Büro striktes Rauchverbot herrschte. (Seite 1)

Er heizte daher und blieb auch 500m an der ersten Stelle! (Seite 2)

„Es ist total schön, wenn seine Pferde endlich wieder rennen und Punkte holen. Das tägliche Training einstellen, das hat mir schon gefehlt.“(Seite3)

Bin Arbeiten verbreitet äußerst gefahrbringendes Gedankengut!(Seite 1)

Zugegeben, die Methode hat ihre Nachteile; etwas das Auftreten schwimmender Schimmelpilzkreaturen oder sich zersetzende Essensreste, sollte das Geschirr zu lange dastehen. (Seite 1)

"Als währe es unter Kefirs Würde das zwei solch Junge Gören ihm auch noch was vormachten Schritt auch er auf ein mal völlig entspannt in die dritte Box." (Seite 3)
Inhalt
© Redaktion
Inhaltsverzeichnis
Seite1:
Rätsel
Rätsel Auflösung
Wetter
Bild der Woche
~~~
Filou - So - Fie
Alle Jahre wieder
Achung Kollegen!
Schwamm drüber
Richtig oder Falsch
VG Profil über Sirly X
Anzeigen



Seite2:
Schon gewusst?
Pieps
Die Entwicklung der Menschheit
Aktion:Bundesverdienstkreuz
Interview mit Lilly
Rasseporträt: Quarter Horse
Rettung in letzter Sekunde
Bilder
Fliegerderby Jahr 17
Esprit- ein legendärer Springer
Anzeigen
Zum Nachdenken
Interview Zuchtumstellung
Leserbriefe


Seite3:
Faszination Galopprennsport
Mach mich nackisch!!
Saphir Teil 3
Reitsport im Wandel der Zeit
Mein letzter Sommer mit Liese-Lotte
Vom Gestüt auf die Bahn – Rote Zora auf ihrem Weg zum ersten Start – Teil 6





News und Nachrichten

Rätsel
© Stella
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Rätsel
Treffpunkt Kino



Klaus und Viola treffen sich wie verabredet Punkt 19 Uhr am Kino, das im übernächsten Dorf liegt. Klaus kommt direkt von der Arbeit mit dem neuen Rad, das er sich vor kurzem gekauft hat. Viola dagegen ist mit ihrem alten Drahtesel vonzu Hause aus losgefahren. Klaus ist doppelt so schnell gefahren wie Viola. Viola aber war dreimal so lang unterwegs wie Klaus. Zusammen haben sie eine Weglänge von 25 Kilometern zurückgelegt.

Wann sind die beiden jeweils aufgebrochen, und wie viele Kilometer hat jeder von ihnen zurückgelegt, um am Zielort anzukommen?


Bitte sendet Eure Lösung unter Angabe Eures IG-Namens und dem teilnehmenden Stall bis kommenden Donnerstag an vgnews@virtual-galopp.de. Bitte schreibt immer dahinter, wenn es sich um einen Stall der SE handelt.

Wer gewinnt, entscheidet das Los - natürlich nur, wenn alles richtig war!

1. Preis: 12.500 VG€

2. Preis: 7.500 VG€

3. Preis: 5.000 VG€



Und jetzt ... viel Spaß beim Knobeln!
Rätsel
© Stella
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Rätsel-Auflösung

Rätselhafte Beschreibung


Lösung


Des Rätsels Lösung sind die BUCHSTABEN, die die Zahlwörter bilden.


Bekanntgabe der Gewinner:


Leider wird erst in der kommenden Ausgabe die Gewinner bekannt gegeben werden können. Habt dafür bitte Verständnis.
Wetter
© Conny
Wetter im September/Oktober
Der Winter klopft schon an
   
Im September/Oktober ringen die Wetterfronten ein wenig um die Vormacht. Einem recht ausgeglichenen Wettkampf der Wolken und der Sonne steht ein Versuch des Regens gegenüber. Der aber kommt nur langsam voran. Schafft er es im September nur einmal in der Woche zu seinem nassen Recht zu kommen, gelingt ihm das im Oktober nur unwesentlich mehr.
   Für die Rennbahnen bedeutet das eine gute Vorhersehbarkeit der Wetterlage, es sind keine extremen Änderungen der angegebenen Geläufe zu erwarten.
   Aber wer weiß schon genau, was bei den virtuellen Wetterfröschen gerade gespielt wird?



Wenn nun die Wolken und die Sonne
Sich friedlich teilen ihr Gewicht
Kaum Wasser für die Regentonne
Dafür viel Wärme und viel Licht –

Dann wisst ihr nun, die nächsten Wochen
Könnt ihr noch Grillen, braucht nichts kochen!
Bilder
© Stella
Bild der Woche
© Stella
Nebel
Bild (c) by www.fotocommunity.de Andrea Leicht


Bunte VG-Welt

Nachgedacht
© Stella
Filou - So - Fie
Wenn ein Politiker schon mit dem Rücken zur Wand steht, wie können seine Partei­freunde dann immer noch behaupten, sie stünden hinter ihm?

Warum ist einsilbig dreisilbig?

Warum muss man für den Besuch beim Hellseher einen Termin machen?

Kriegen die Mitarbeiter der Tee­fabrik auch mal eine Kaffeepause?

Was passiert, wenn man sich zweimal halbtot gelacht hat?

Warum haben 24-Stunden-Tankstellen Schlösser an den Türen?

Wenn der Arzt ruft, er brauche eine Schwester, hätte er das nicht vor Jahren mit seinen Eltern besprechen müssen?

Wer hatte bloß die Idee, ein S in das Wort „lispeln“ zu stecken?

Warum möchten Kinder aus dem Kinder­paradies abgeholt werden?

aus dem Radio: www.swr3.de
Anzeige (SE)
© Gestüt Goldpferd
HALLO!
Ich suche nette Freunde bei VG SE !!!
Ich bin 12 Jahre alt meine Hobbys sind: reiten, radfahren und musik hören.
Meine Lieblingsbands sind: Monrose, Billy Talent....
Einfach eine Nachricht schreiben, wenn ihr mehr über mich erfahren wollt!
Gastautorenartikel (SE)
© Whisperwood Acres
Alle Jahre wieder...

...kommt eine große Messe, wo man mal wieder richtig zuschlagen kann. Die Rennpferdchen im Stall können es kaum erwarten richtig aufzufallen und auf der Rennbahn mit Nietentrense, Lammfellsattelgurt, Glitzerspray im Langhaar und kirschroter Satteldecke zu glänzen. Doch nicht jede Auswahl ist auch die richtige Wahl.

Der Fuchsjährling auf der Weide hüpft seit der letzten Messe in grün-karierter Stalldecke über die Weiden, sie ist zwar nicht wasserfest, aber wen stört das schon!? Die alte Zuchtstute bekommt das brandneue Super-Fit-Und-Gut-Aussehend-Wie –Ein-Jährling-Plus-Super-Glattes-Fell-Futter (wer möchte nicht, dass seine Stute wieder jung und knackig wird?)und für den Hengst ist schon die Trense mit den Swarowskisteinen, die zwar schlecht zu verschnallen ist und Druckstellen hinterlässt aber dafür 1200 Euro kostet, gekauft. Farbige Fehlgriffe lassen sich da oft nicht vermeiden. Schecken werden mit himmelblauem Halfter und orange-roter Decke ausgestattet, Rappen laufen in der Trendfarbe neongelb herum, zumindest bis zur nächsten Saison, wo dann pretty pink der letzte Schrei ist.

Jede Messe versucht die andere zu übertrumpfen, immer neue Produkte kommen auf den Markt. Gut wenn man selbst einen guten, alten Sattler im Stall hat, der alles in altbewährtem Look herstellt.

Praktisch, zeitlos, elegant. Doch wenn dann ein Konkurrent mit der exklusiven Leichtplastik-Trense in ozeanblau aufwarten kann, erblassen die Jockeys schon vorher und das Rennen ist gelaufen. Im Distanzsport gehören schrille Farben schon längst zur Pflicht. Warum dann also nicht auch im Galopprennsport damit anfangen? Und seien wir doch mal ehrlich: Gewinnen ist doch längst nicht alles im Leben (eines Pferdes)... ;-)
Gefunden im Internet
© Bin Unbekannt
Achtung Kollegen!
Bin ich es nicht, bist du es vielleicht

   In unserem Unternehmen konnten bereits einige Terroristen identifiziert und gefasst werden.
   Es handelt sich dabei um die harmlosen Mitläufer Bin Da, Bin Spät, Bin Müde, Bin Kaffeetrinken, Bin Rauchen und Bin Essen. Die Mitarbeiter Bin Pinkeln und Bin im Lager konnten ebenfalls ermittelt werden.
   Sie werden als harmlos eingestuft und sind unter Quarantäne gestellt worden. Auch die äußerst gefährliche Terroristin Bin Schwanger konnte dingfest gemacht werden.
   Nur der Topterrorist Bin Arbeiten konnte bis jetzt trotz intensiver Suche in unserer Firma nicht gefunden werden.
   ACHTUNG: Bin Arbeiten verbreitet äußerst gefahrbringendes Gedankengut! Er versucht sogar die Terroristengruppe Bin Faul zu unterwandern und zur Umkehr von ihrem Fundamentalglauben zu bewegen. Gehen Sie ihm aus dem Weg und meiden Sie jeden Kontakt!!!
   Nach Rücksprache mit unserer Geschäftsleitung besteht aber kein Grund zur Panik. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sich Bin Arbeiten ausgerechnet in unserer Abteilung aufhält. Es gibt in unserem Verein absolut niemanden, auf den diese Beschreibung auch nur im Entferntesten zutrifft.
   Ebenfalls konnte der als Bin im Meeting bekannte Topterrorist bis heute nicht ausgemacht werden. Es wird vermutet, dass er sich auch als Bin Wichtig, Bin Boss oder Bin Chef ausgibt.
   Bin beim Kunden gilt auch als nicht fassbar. Niemand hat ihn bis jetzt gesehen - ALSO VORSICHT!
   In unserer Abteilung wird auch intensiv nach Bin nicht Zuständig gefahndet. Es wurden schon mehrere Verdächtige vernommen, aber niemand wurde bisher verhaftet.

Ihr Sicherheitsbeauftragter
Bin Wachsam
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© Pferdetraum100 (Renn-Pferdchen-Renn)
Wer schenkt uns neue Hoffnung?
Wer schenkt uns zwei Stuten neue Hoffnung? Wegen Stallauflösung zu verkaufen.
Keyté Fafoiget
3 Jahre, dunkelbraun
Überall dunkelgrün trainiert
Das Pferd läuft auf festem Boden bei einer Distanz von 2600m.
Futtermischung ist fertig („Futtercheck am 25.02.2007 14:14:18:
Keyté Fafoiget erhält genau die richtige Futtermischung.“)
Gesundheitscheck am 05.03.2007 17:19:44:
Dem Pferd geht es blendend.
Es fühlt sich wohl hier.
42 % Temperament

Les Plaisirs Naturs IR
3 Jahre, dunkelbraun
Fast überall 100%ig austrainiert.
Das Pferd läuft am liebsten auf weichem Boden auf einer Distanz von 1900m.
Futtercheck am 15.02.2007 17:19:40:
Les Plaisirs Naturs IR erhält genau die richtige Futtermischung.
Gesundheitscheck am 05.03.2007 17:22:10:
Dem Pferd geht es blendend.
Es fühlt sich wohl hier.
33 % Temperament

Kontakt bei Renn-Pferdchen-Renn (Spielername: Pferdetraum100)
Gastautorenartikel
© AR (Run 4 Hope)
VG Profil über Sirly X
Hallo Sirly! Wie bist du zu VG gekommen?
Durch eine Freundin! Zuerst war mir das alles zu kompliziert und wollte keine VG Spielerin werden! Bin es aber irgendwie doch geworden!

Wie lange spielst du nun VG?

Mein jetziger Stall besteht seit 26.06.2005! Davor habe ich aber bestimmt schon ein Vierteljahr Erfahrung mit Schrottställen gesammelt!

Wie heißt dein Stall bei VG und wie bist du auf den Namen gekommen?

Mein Stall heißt Sueño Del Silencio. Zuerst hieß er Silence Dream, da mit das aber irgendwann zu langweilig wurde übersetzte ich ihn ins Spanische und raus kam Sueño Del Silencio.
Silence Dream ist mir einfach so eingefallen.

Was war dein bisjetziger Punkterekord in einem Jahr?
121

Hast du ein Ziel vor Augen?
Mein erstes Ziel habe ich erreicht: eine Trophäe kassieren. Mein neues Ziel: Ich würde gerne einmall in die Top 10 kommen - aber das wird wohl noch ein langer Weg werden.

Was würdest du tun wenn du einen wirklichen TOP Vererber kaufen könntest der aber 500.000VG€ kostet?
Ich glaube ich würde ihn nicht kaufen - ich würde eher versuchen eine TOP Zuchtstute zu kaufen/leihen und von dem TOP Vererber einen Decksprung zu ergattern

Nehmen wir an er wäre in der Börse!

Dann habe ich Pech gehabt und such mir nen anderen TOP Vererber - es gibt ja nicht nur einen von diesen.

Wärst du bereit jetzt Pate zu werden?

Jederzeit - allerdings habe ich als Pate auch gewisse Erwartungen an mein Patenkind.

Die da wären?


Zugang zu dem Stall meines Patenkindes (damit ich selbst mal sehe wie es z.Z. steht usw.); das Patenkind sollte sich was sagen lassen, tut es das nicht, kann es gleich selbst den Stall führen; nicht nur mich für den Aufstieg des Stalles machen lassen sondern selbst den Weg nach oben (mit meiner Hilfe) finden.


Hast du Deckhengst Favoriten?


Meine natürlich - nein nein, ich achte darauf, dass ich nicht immer den selben DH buche, sondern wechsle gerne ab und experimentiere auch gerne (z.B. wenn es einen netten jungen DH ohne NK gibt oder einen mit nur 1j NK)


Was war die größte Überraschung in VG?


Größte Überraschung? Puuh, mal überlegen *grübel*
Da fällt mir so im Mom nichts Rechts ein - nur weiß ich noch, als ich mein erstes selbst gezüchtetes DK Fohlen gesehen habe, da war ich tierisch stolz und ich denke mal auch ein Stück weit überrascht, dass ICH ein DK Pferd gezüchtet habe!

Sirly:Ich danke dir für die Fragen!

Hoppe:Bitteschön!
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© snow (Snow White Stables)
Snow White Stables bieten Deckhengst Art Success, Stammbaum über 3 Generationen komplett, 2900m/schwer
© Redaktion
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Schick ihn als Gastautorenartikel ein!
Oder schreib mal wieder einen Leserbrief! Wir freuen uns.
Die Redaktion

RL Real Life
© Stella
Schwamm drüber
Vorspülen oder nicht Vorspülen, das ist hier die Frage!
„Es ist nicht nötig, das Geschirr abzuwaschen, bevor es in die Spülmaschine kommt.“
Das steht auf Seite sieben der Betriebsanleitung unserer Geschirrspülmaschine. Vor genau einer Woche habe ich diese Stelle meiner Mutter vorgelesen, damit sie endlich versteht, dass es nicht nur meine persönliche Meinung ist (um die Zeit des Spülmaschinen Einräumens zu verkürzen…), sondern auch die des Verfassers der Anleitung.
Wenn ich nicht gerade die Geschirrspülmaschine füttere, macht das meine Mutter. Und die spült das Geschirr nicht nur vor, nein, sie wäscht es regelrecht ab – womit sie den Sinn und Zweck der Maschine zunichte macht. Und dieses Verfahren hat sich auch mein Vater beim manchmal-Geschirrspülen zu Eigen gemacht.Von der eigenen Tochter, die vom Haushalt keine Ahnung hat, und von der Betriebsanleitung der Geschirrspülmaschine, lässt sich keiner beirren.
Man hätte sich den Kauf einfach sparen können, hätte man gewusst, wie fleißig meine Eltern alles vor und end- spülen.
Dieses Gerät reinigt das Geschirr, damit wir Menschen das nicht mehr tun müssen. Die können in der Zwischenzeit großartige Romane oder wunderbare Gebrauchsanleitungen für Geschirrspülmaschinen schreiben oder alles, wovon sie sonst noch so träumen mögen:
VG News lesen zum Beispiel.

Ich finde Vorspülen von Hand erniedrigend für eine Geschirrspülmaschine. Wenn man das Geschirr vorher spült, degradiert man ihn zu einer unnützen Maschine mit Frontklappe. Man stelle sich nur mal die Verachtung der anderen Küchengeräte vor:
Kühlschrank: „Was machst du denn hier so?“
Spülmaschine: „Ich erhitze vorgespültes sauberes Geschirr auf hohe Temperaturen.“
Kühlschrank:“ Wozu um alles in der Welt soll das gut sein?“
Spülmaschine: „Zu gar nichts. Ist völlig sinnlos. Ich bin so deprimiert.“
Meine Eltern meinen, sie spülen das Geschirr nur deshalb vor, weil sonst die Frühstücksflocken bombenfest an der Oberfläche kleben und die Kartoffelsuppe ihre orange-braunen Schlieren im Teller bilden.
Also kommt das Geschirr erst dann in die Maschine, wenn eine ganze Ladung beisammen ist. Bis dahin lässt man es alles gestapelt und wasserbefüllt in der Spüle stehen. Zugegeben, die Methode hat ihre Nachteile; etwas das Auftreten schwimmender Schimmelpilzkreaturen oder sich zersetzende Essensreste, sollte das Geschirr zu lange dastehen. Aber wir sind ein 4 Personenhaushalt, da bekommt man die Maschine relativ schnell voll…

www.helgameyer.de

Seite zwölf: „Sollten auf dem eingeweichten Geschirr Schimmelpilze sichtbar werden, schauen Sie einfach nicht mehr in die Spüle.“ Meine Mutter liest jetzt selbst nach, und mein Vater holt aus seinem Aktenkoffer die Lesebrille. „Sollte ihre heranwachsende Tochter meinen, dass es ein für erwachsene akzeptables Verhalten ist, tagelang schmutziges Geschirr in der Spüle stehen zu lassen, rufen Sie unsere kostenlose Servicenummer an, und lassen Sie sie gebührenfrei beraten.“
Mein Vater glaubt auch, dass die Spülmaschine ausschließlich für das Reinigen von Essgeschirr ist. Deshalb wies er mich auf eine Zeichnung hin, die ein korrekt bestücktes oberes Spülmaschinenfach zeigte. (Seit wie vielen Jahren räume ich diese Maschine ein und aus? Ich erinnere mich an Ausräumaktionen, bei denen ich noch nicht richtig einen Teller heben konnte…) Auf der Zeichnung ist der Bereich, in dem ich typischerweise Kochtöpfe hereinzwänge, mit ordentlichen Reihen von Tassen, Untertassen und Dessertteller gefüllt. Die obere Hälfte unserer Spülmaschine ist für die Abende reserviert, an denen die Königin von Norwegen mit ihrem Gefolge unerwartet zum Abendessen kommt. Oder Julbrygd.
Bei uns gibt es den Tee in Bechern, Kekse werden direkt aus der Hand gegessen. Falls die Königin von VG oder Norwegen auftaucht , kann man ihr die Kekse ja gerne auf einem Stück Küchenrolle servieren.
Still schweigend habe ich mit ihnen ein Kompromiss geschlossen, auch wenn es ihnen noch nicht so ganz bewusst ist: Wenn meine Eltern schneller beim Finden von Geschirr in der Spüle sind, dann wird es vorgespült , und dann auch in den oberen Korb der Maschine gestellt. Wenn ich dann den Platz für meine Schokoladenkuchenform brauche, nehme ich die Gläser und Schälchen wieder heraus und stelle sie in den Schrank. Ich besitze also während meinem „Spüldienst“ zwei Geschirrspüler. Besser könnte es die Königin von Norwegen auch nicht haben.

nach M.Roach von Stella
Richtig oder Falsch
© Conny
Richtig oder Falsch?
"Viel Geld macht misstrauisch", meint Juliane Berlin
   Juliane wurde sehr misstrauisch. Aber das hatte einen guten Grund. Doch war es auch immer angebracht?

   Vor zwei Jahren geschah das Unglaubliche, Juliane traute ihren Augen nicht, als sie die Lottozahlen in ihrer Tageszeitung abgedruckt sah. Und genau in dieser Phase machte sie bereits den Fehler, der ihr noch viel Trauer und Ärger in ihr Leben bringen sollte. Julianes Hände zitterten leicht, sie steckte sich eine Zigarette an, obwohl im Büro striktes Rauchverbot herrschte. Dann griff sie zum Telefon, wählte die Nummer, die im Impressum der Zeitung angegeben war.

   „Die Redaktion in der die Lottozahlen zuhause sind“, sprach sie leicht verwirrt in den Hörer, als sich am anderen Ende eine freundliche Stimme mit: „VG-News, Guten Tag, was kann ich für sie tun?“ meldete. „Gern, ich verbinde sie, einen Moment bitte!“

   Dann meldete sich ein Mitarbeiter der Redaktion, Juliane fragte ihn nach den Lottozahlen, er bestätigte die Zahlen, die auch vor Juliane auf dem Schreibtisch lagen und die alle sechs mit den Zahlen auf ihrem Tippschein übereinstimmten. Und die Superzahl stimmte auch. Juliane erlebte einen unglaublichen Taumel der Gefühle, ihre Gedanken überschlugen sich förmlich, sie bemerkte erst jetzt, dass sie noch immer mit der Redaktion der Zeitung verbunden war.

   Von dort hörte sie: „Hallo… hallo… sind sie noch am Apparat? Kann ich ihnen irgendwie helfen?“
   „Ja, nein, doch… ich weiß nicht, ich bin… ich verstehe das alles nicht.“
   „Worum geht es denn? Ist etwas passiert? Vielleicht kann ich ja doch helfen?“
   „Ja, vielleicht. Ich habe sechs richtige Lottozahlen und diese Superdingsda auch. Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll.“
   „…Oh Mann, das ist ja eine Story… ich fasse es nicht. Wirklich alle sechs Zahlen und die Superzahl? Unfassbar, ich gratuliere ihnen! Ja, ganz herzlich. Sagen sie, darf ich ihnen ein paar Fragen dazu stellen? Darf ich sie zu einem Interview bitten? Ich würde gern zu ihnen kommen, das interessiert doch unsere Leser brennend. Was meinen sie?“
   „Meinetwegen, vielleicht lenkt mich das ja etwas ab, ich… mein Herz klopft, das müssten sie eigentlich hören… gut, kommen sie. Mein Name ist Juliane Berlin, ich bin im Büro – Firma Media-Control in der Forststraße 28 in Steglitz. Ich bin allein hier, kein Schwein ist da, mit dem ich reden könnte…“
   „Gut, dann macht sich eins gleich auf den Weg, wenn sie mir den Scherz gestatten – bis gleich Frau Berlin!“

   Ja, so kam es, dass dieser Reporter bereits wenige Minuten später Juliane gegenübersaß und sie ihm bereitwillig alles erzählte, was er wissen wollte. Und das alles, mit einem riesigen Foto von ihr, stand am nächsten Tag in der von vielen so gern gelesenen Zeitung mit dem Namen aus vier Buchstaben...
Zwei Jahre später

   Nach diesem Artikel in der „Wild“ war die Welt der Juliane nicht mehr die, in die sie vor 30 Jahren geboren wurde. Besonders die männlichen Vertreter versuchten anscheinend alle, ihre Freundschaft zu gewinnen oder auf andere Art auf sich aufmerksam zu machen. Ein paarmal fiel Juliane zu Beginn ihrer neuen Tage als Millionärin – der Gewinn betrug über 10 Millionen Euro – auf die Werbungen der Herren herein. Immer wieder stellte sie fest, dass die aber weniger an ihr, als an ihrem Vermögen interessiert waren. Juliane verzweifelte fast, es schien niemanden mehr für sie zu geben, seit sie eine reiche Frau geworden war. Aber sie sehnte sich danach, das Leben mit jemandem zu teilen, sie wollte nicht allein sein. Und so versuchte sie, neue Bekanntschaften immer einem kleinen geheimen Tauglichkeitstest zu unterziehen. Das funktionierte ganz gut und sie schaffte sich so immer viel Ärger vom Hals. Alles wurde schlagartig anders, als Juliane sich Hals über Kopf verliebte. In den schönen und sanften Marcel, der ihr auch anscheinend eher zufällig über den Weg gelaufen war. Er konnte also gar nichts von ihrem Reichtum wissen, er würde sie lieben, sie selbst, nicht ihr Geld. Marcel war von Beruf Florist. Erst schmunzelte Juliane innerlich ein Wenig über diesen Beruf, denn sie selbst wollte einmal Floristin werden, sie liebte Blumen und Pflanzen und träumte auch von einem eigenen Blumengeschäft. Vielleicht war das ja mit Marcel ein Projekt für die Zukunft, wer konnte das wissen.
   Julianes antrainiertes Misstrauen wollte ihr immer wieder einreden, sie solle auch Marcel heimlich testen, doch Juliane war verliebt, bis über beide Ohren. Sie dachte nicht im Traum daran, Marcel irgendwie zu misstrauen oder ihn gar in einer Weise zu überprüfen.
Eines Tages stand Marcel ganz überraschend vor der Tür ihres Hauses, mit einem riesigen Strauß roter Rosen im Arm. Julianes Herz klopfte – was hatten die vielen Rosen zu bedeuten? Würde er ihr womöglich einen Antrag machen?
   „Juliane, mein Schatz, ich habe hier ein paar Rosen für Dich, ich möchte etwas mit Dir besprechen, darf ich reinkommen? Vorsicht, nicht dass Du Dich an den Dornen der Rosen verletzt, das würde nicht nur dir sehr weh tun!“
   Juliane übernahm den Strauß, ihre Gedanken aber waren nicht mehr so ganz bei der Sache. Sie stellte die vielen wunderschönen Rosen in eine Vase und sagte zu Marcel: „Es sind die Kleinigkeiten, die manchmal mehr verraten als das was wir für so wichtig halten. Ich habe Dich gebeten, mich nie zu belügen, Marcel. Aber ich glaube nun, du hast es auch nur auf mein Geld abgesehen. Danke für die Rosen und viel Erfolg im Beruf – besuche mich bitte nie wieder.“

   Nun, woher dieses plötzliche Umschwenken von Juliane? Sie war doch in Marcel verliebt, was hat sie veranlasst, ihn so einfach vor die Tür zu setzen? War das richtig oder falsch, hatte sie denn Grund, Marcel zu misstrauen oder hat sie sich geirrt?
War es „Richtig“, sich von Marcel zu trennen?
War es „Falsch“, gab es nicht den geringsten Grund dafür?
Eure Lösung bitte wieder per Leserbrief an die Redaktion. Einsendeschluss ist Freitag, 16.März 2007 - 18.00 Uhr